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Wacken Open Air 2014 – Jubiläumsfestival hinterlässt gemischte Gefühle

Wacken Open Air 2014 – Hotter than hell

Drei Tage Sonne, jede Menge Metal-Highlights, ausgelassene und vor allem friedliche Stimmung – das war das 25. Wacken Open Air. Auftritte von Accept, Motörhead, Slayer und Amon Amarth gehörten zu den spektakulärsten Momenten der Jubiläumsausgabe. „Wir sind sehr happy. Es war absolut friedlich und auf die heißen Temperaturen waren wir mit unseren faltbaren Wasserflaschen, die jeder Metalhead in seinem Full Metal Bag hatte, und den kostenlosen Trinkwasserstellen im Infield und Campingground, sehr gut vorbereitet.“, sagte Thomas Jensen, einer der beiden Festivalveranstalter.

Während die Crew sich nun mitten im Abbau befindet und die 75.000 Besucher auf der Rückreise sind, gilt auch in diesem Jahr die Devise „Nach dem Fest ist vor dem Fest“. Für das W:O:A 2015 haben die Veranstalter schon jetzt die ersten Bands bekannt gegeben: Ein ganz besonderes Highlight ist der Auftritt des legendären Trans-Sibirian Orchestra und die Reunion von Savatage, die das erste Mal – seit einer Dekade – wieder live auftreten werden. Auch Running Wild werden ihr Wiedersehen 2015 in Wacken feiern: „Es wird wieder Zeit Running Wild live zu präsentieren. Das muss und soll mit einem großen Knall passieren, und wo geht das besser als beim Wacken?“, erklärte Frontmann Rolf Kasparek.

Darüber hinaus werden In Flames, Sabaton, In Extremo, Ensiferum, Kataklysm, Cannibal Corpse, Powerwolf, Sepultura, Amorphis – Special Tales From The Thousand Lakes Show, Death Angel und Thyrfing das „Holy Land“ zum Beben bringen. Ebenfalls bestätigt sind U.D.O. mit Wacken-Ikone Udo Dirkschneider, die in Begleitung des Musikkorps der Bundeswehr eine ganz besondere Show spielen werden.

Die Karten für das nächste Wacken Open Air können bereits in der Nacht zu Montag, den 4. August 2014, über http://www.metaltix.com gekauft werden.

Viele Grüße,

Anna Lorenz

www.ics-int.com

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Luftbild  © ICS FESTICAL SERVICE GMBH                                                                                                        

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25 Jahre W:O:A

 

W:O:A 2014 – Eine Jubiläumsveranstaltung hinterlässt gemischte Gefühle.

Auch wenn die Veranstalter und viele Medien die Veranstaltung erneut in den höchsten Tönen bejubeln, so hinterlässt die diesjährige Veranstaltung bei vielen Metalfans einen faden Beigeschmack.

„Das Festival ist der Headliner und die Band spielen ihr Best-of-Progamm“, sagte Thomas Jensen im Rahmen eines Interviews. Dennoch haben viele der 100 000 Metalheads auf dem Holy Wacken Land bis zum Ende darauf gehofft und gewartet, das gerade zum 25. Jubiläum des Festivals doch noch ein ganz besonderer Überraschungsgast die Bühne betreten wird. „Ein Headliner, der diesem denkwürdigen Ereignis angemessen ist.“ (Was immer das auch heißen soll?) Dies war jedoch nicht der Fall. Während sich viele Besucher von der Running-Order nun nicht unbedingt superbegeistert zeigten, war die andere Hälfte durchaus zufrieden mit dem, was geboten wurde. Für jeden Musikgeschmack war etwas dabei, auch wenn die Bands nicht mit großen Namen behaftet waren. Die Zuschauer durften sich über erstklassige Bühnenshows und Musik freuen.

„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier….“
Neues Sicherheitskonzept sorgte für zum Teil lange Fußwege und Verärgerung.
Etwas mehr Ehrlichkeit und Transparenz stünde dem Veranstalter sehr gut. Die vielen Änderungen, angefangen von der Umsiedelung des Biergartens und des VIP-Bereichs sowie dem dazugehörigen Campingplatz, die Streckenführungen und die Regeln was die Nutzung von Wegen anbelangt kamen nicht bei jedem Besucher gut an. Es wäre ein Leichtes gewesen, diese Änderungen in einer kurzen Mail (VIP) oder auf der Homepage vor dem Beginn des Festivals etwas zu erläutern, vielleicht wäre der Veranstalter dann auf etwas mehr Verständnis gestoßen. Stattdessen gab es zahlreiche unterschiedliche Aussagen, was die Änderungen anbelangt, sodass man sich hier und da dann doch etwas veräppelt fühlte. Darüber hinaus war nicht jeder Security-Mitarbeiter scheinbar für den Posten geeignet, der ihm zugewiesen wurde. Denn festgesetzte Regeln wurden zum Teil von den Mitarbeitern ganz individuell ausgelegt. Je nach Aussehen des weiblichen Geschlechts oder dem Ideenreichtum für eine passende Begrünung, warum man eine Absperrung unbedingt passieren muss, während eine Gruppe von Menschen davor wartet, wurden Regeln kurzerhand „gebrochen“.

Speisen und Getränke in Hülle und Fülle
Das Angebot an Speisen war extrem umfangreich. Veganer, Vegetarier und Fleischfresser kamen gleichermaßen auf ihre Kosten. Das Preis-/Leistungsverhältnis war gut. Lediglich bei den alkoholfreien Getränken empfand ich persönlich den Preis als zu hoch. 3 Euro für ein 0,3l Bier / 3 Euro für 0,3l Selters/Cola/etc.
Anders sahen die Preise in den Supermarkt-Zelten auf den Campingplätzen aus. Dort waren sie fair.
Enttäuschend jedoch…trotz Temperaturen, die an der 30°C Marke kratzten, durften keine PET-Wasserflaschen mit auf das Festivalgelände genommen werden. Jeder Besucher sollte sich, wenn er denn keine hatte, für zwei Euro eine faltbare Feldflasche kaufen, in der er dann das Wasser hätte mitnehmen können.

Doch ganz egal, wie die diesjährige Veranstaltung auch gelaufen ist. Im nächsten Jahr werden die Felder rund um die Kuhle in Wacken wieder mit Menschenmassen gefüllt werden. Das ist schon mal sicher!

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