POLIZEI

Feuerwehren und künftige Rettungsassistenten trainieren den Ernstfall

Wilster – Deformierte Autos, blutüberströmte Unfallopfer und qualvolle Hilferufe. Den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren Wilster und Wacken als auch 15 Auszubildenden der Ausbildungsabteilung der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) boten sich am Samstag Bilder des Schreckens. Bilder, wie es sich jedoch nahezu täglich auf Deutschen Straßen gibt. Glücklicherweise handelte es sich bei den vier unterschiedlichen Horrorszenarien lediglich um nachgestellte Verkehrsunfälle. Diese hatte Roger Wiggers, Gruppenführer der Feuerwehr Wilster und Mitarbeiter der RKiSH gemeinsam mit Helfern, für eine gemeinschaftliche Einsatzübung unter realistischen Bedingungen geschaffen.

 

Der Einladung der ehrenamtlichen Brandbekämpfer aus der Marschenstadt zu dem Sonderdienst zum Thema Technische Hilfeleistung mit theoretischen und praktischen Ausbildungsblöcken waren die Dienstkollegen aus Wacken unter der Leitung von Wehrführer Matthias Venohr sowie die künftigen Rettungsassistenten samt den Ausbildern Nils-Thorge Glöy und Sven Dibbern gerne nachgekommen, freute es Wilsters Wehrführer. „Es war eine sehr anspruchsvolle Übung, von der wirklich jeder etwas für sich mitnehmen konnte“, so Ralf Theede.

 

Neben einem Pkw, der unter einem Silowagen eingeklemmt war, bekamen es die Feuerwehren mit einem kopfüber im Wassergraben liegenden Fahrzeug sowie zwei gegen Bäume geprallte Autos, zahlreichen eingeklemmten Fahrzeuginsassen sowie einem Fahrzeugbrand zu tun. Die künftigen Rettungsassistenten sahen sich indessen einer Vielzahl an möglichen Verletzungen gegenübergestellt. Diese reichten von einer Metallstange des landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuges, die sich durch den Oberkörper einer verunfallten Person gebohrt hatte, bis hin zu schweren Kopfverletzungen, Knochenbrüchen, Schockzuständen, Schnittwunden und vielen weiteren Verwundungen. „Alle Insassen wurden realitätsnah geschminkt und konnten als Rettungsdienstmitarbeiter ihre Verletzungsmuster gekonnt schauspielern, sodass sich alle Übungsteilnehmer in einer realitätsnahen Übung wiederfanden“, betonte Jan Auhage.

 

Eine Nachbesprechung schloss sich dem langen Übungstag an, bei der die Vorgänge nicht nur streng aus fachlicher Sicht beleuchtet wurden, sondern aus der Sicht und den Empfindungen der vorgeblichen Patienten.

 

„Ohne die Unterstützung von Uwe Schröder, der uns die Autos zur Verfügung gestellt hat, hätten wir diese Übungen nicht durchführen können“, so Theede. Um auch zukünftig Übungen im Bereich Technischer Hilfe praxisnah durchführen zu können, sucht die Feuerwehr Wilster alte, ausrangierte aber vor allem kostenfreie Pkws. Den Transport übernimmt die Feuerwehr. Weitere Informationen: www.Feuerwehr-Wilster.de oder telefonisch 04823/8212

 

 

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