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Schockanruf – Neue Masche

Wilster – Mit einer neuen Masche versuchten Unbekannte, eine 75 Jahre alte Einwohnerin der Wilstermarsch um 5500 Euro zu erleichtern. Ein Trick, der fast funktioniert hätte, wenn die Menschen im Umfeld der situationsbedingt verunsicherten Frau nicht so aufmerksam gewesen wären. Am Montagvormittag klingelte bei der Rentnerin das Telefon. Der Anrufer, mit einer Berliner Telefonnummer, gab sich als Mitarbeiter der Rentenversicherung aus. Der völlig überraschten 75-Jährigen wurde erzählt, dass sie über mehrere Jahre zu unrecht, eine viel zu hohe Rente erhalten habe. Monatlich seinen ihr über 50 Euro zu viel auf das Konto überwiesen worden. Nun müsse sie die zu viel erhaltene Rentenleistung, die bereits auf einen hohen Betrag angewachsen sei, wieder zurückbezahlen. Als Alternative bot man der verdutzten Rentnerin an, die Angelegenheit durch eine einmalige Zahlung in Höhe von 5500 Euro über Western Union (einem US-amerikanischen Anbieter von weltweitem Bargeldtransfer) auf sich beruhen zu lassen. Sowohl der Taxifahrer, der die Frau zu Bank chauffierte und über den Anruf informiert wurde, als auch der Mitarbeiter der Bank, die erkannte, dass der Geldbetrag auf ein thailändisches Bankkonto gelandet wäre, rieten der Frau zu einer Anzeige bei der Polizei.

„Es gibt viele Varianten der sogenannten Schockanrufe. Seien sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Unglücksboten ausgeben“, betonte ein Sprecher der Polizei. Die Polizei rät: Sobald ein Gesprächspartner Geld fordert, den Telefonhörer einfach aufzulegen. Grundsätzlich sollten keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgegeben werden. Bei Anrufen mit finanziellen Forderungen sollte immer erst Rücksprache mit Familienangehörigen oder Freunden gehalten werden. „Übergeben sie niemals Geld an unbekannte Personen oder nehmen sie zu schnell einen Geldtransfer vor.“

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