Brunsbüttel

Hunderte greifen zum Wattestab

Zweite Typisierungsaktion des Wattolümpiade-Vereins in Brunsbüttel ein voller Erfolg

„Mach mit! Tut nich‘ weh! Rette Leben!“

Brunsbüttel (erb) Großartige Resonanz: Bereits zum zweiten Mal nach 2012 luden die Macher der Brunsbütteler Wattolümpiade im Rahmen der Initiative „Stark gegen Krebs“ am Sonnabend zu einer großangelegten Typisierungsaktion ein. Um 468 potenziellen Lebensretter konnte die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) durch diese Aktion im Elbeforum erweitert werden. Vor sieben Jahren waren es rund 400 Registrierungen. „Das wir das Ergebnis der zurückliegenden Typisierungsaktion noch toppen konnten, macht uns stolz und glücklich“, äußerte der Vorsitzende des Wattolümpiade-Vereins, Dirk Passarge.

Typisierungsaktion im Brunsbütteler Elbeforum

Alle 15 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs. Für viele Patienten ist die einzige Chance auf Heilung eine Stammzellspende.  „Jeder zehnte Patient findet keinen passenden Spender, daher ist es so unglaublich wichtig, dieses Thema immer wieder in das Bewusstsein der Menschen zu bringen und das ist uns heute doch ganz gut gelungen“, zog Passarge ein positives Fazit.

Einmal mehr stellte der Verein neben seiner Hilfsbereitschaft auch seine Fertigkeiten im Bereich der Veranstaltungsplanung unter Beweis. Über 80 ehrenamtliche Helfer sorgten nicht nur für eine zügige Abwicklung bei der Registrierung möglicher Stammzellenspender, sondern zudem dafür, dass den Besuchern ein buntes als auch hochkarätiges Rahmenprogramm geboten werden konnte. So stellten sich im Zuge einer kleinen medizinischen Fachmesse im Foyer des Kulturhauses diverse Institutionen und Selbsthilfegruppen vor, während im Bürgersaal informative Talkrunden und musikalische Auftritte namhafter Künstler wie Marten Pulmer, Gerrit Hoss, Björn Paulsen und Georg Auf Lieder stattfanden.

„Wir haben ganz starke Partner und Sponsoren an unserer Seite, die es uns ermöglicht haben, die Veranstaltung in dieser Form aufziehen zu können“, sagte Dirk Passarge. So waren es beispielgebend die Band Fury in the Slaughterhouse, die gemeinsam mit Björn Paulsen und der Unterstützung der W:O:A-Organisatoren im September des Vergangenen Jahres zu einem Benefizkonzert ins Elbeforum einluden und 25.000 Euro zugunsten der Typisierungsaktion einspielten. „Durch diese finanzielle Zuwendung sind wir unter anderen in der Lage, die kompletten Laborkosten für alle 468 Typisierungen zu übernehmen, sodass für die freiwilligen Stammzellen-Spender keinerlei Kosten entstehen“, unterstrich Jens Rusch, Initiator der Brunsbütteler-Initiative „Strak gegen Krebs“. Aktuell liegen die Laborkosten bei 35 Euro pro Typisierung, 2012 betrug der Preis noch 50 Euro. „Das die Besucher in den kostenfreien Genuss hochkarätiger Live-Musik kammen, haben wir hingegen der Raffinerie Heide zu verdanken, die sich bereiterklärten, die Kosten für das Bühnenprogramm zu übernehmen“, ergänzte Passarge.

Begeistert von der Typisierungsaktion zeigten sich unter anderen Julian Friedrichs und Timo Jebens. „Wir sind heute nicht allein hier, sondern mit unserer kompletten ersten und zweiten Fußball-Herrenmannschaft gekommen“, sagten die Spieler vom Diekhusen-Fahrstedter Fußballclub, die unmittelbar im Anschluss an die Abgaben der Speichelproben im heimischen Stadion zu ihren Punktspielen antreten mussten.

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