Vermischtes

Perspektiven im Chemie-Werk

Viele neue Arbeitsplätze: Tag der Ausbildung bei Sasol

Tag der Ausbildung – Brunsbütteler Chemieunternehmen auf der Suche nach Fachkräften von Morgen. Mit rund 750 Mitarbeiter zählt das an der Fritz-Staiger-Straße 15 angesiedelte Unternehmen Sasol bereits zu den größten Arbeitgebern in der Region. Allein in den zurückliegenden fünf Jahren hat das Unternehmen durch die Investition eines hohen dreistelligen Millionenbetrags in den weitreichenden Ausbau der Produktionskapazitäten des Chemiewerks, mehr als 100 neue Arbeitsplätze geschaffen. Im vergangenen Monat erst wurde ein weiterer zweistelliger Millionenbetrag freigegeben, der zur Grundsteinlegung für den Bau eines Forschungs-, Entwicklungs- und Analytikzentrums führte. Voraussichtlich 2021 soll das vierstöckige Gebäude bezugsfertig sein. Damit einher geht auch die Schaffung von zunächst 20 weiteren neuen Arbeitsplätzen. „Wir befindet uns im Wachstum“, äußerte Ausbildungsleiter, Sascha Usdau.

Von der unternehmerischen Entwicklung, können insbesondere die Schüler aus der Region profitieren. Denn:  Die Ausbildung junger Fachkräfte hat einen hohen Stellenwert bei Sasol. „Wie andere Unternehmen bilden natürlich auch wir gerne unsere Fachkräfte selbst aus“, erläuterte Usdau. Am Sonnabend lud das Unternehmen daher zum „Tag der Ausbildung“ ins Sasol-Werk Brunsbüttel ein. In lockerer Atmosphäre stellten die 50 Sasol-Auszubildenden den Gästen nicht nur ihr Unternehmen vor, sondern informierten ausführlich über die unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort.

„Zu unseren Ausbildungsberufen zählen Chemikanten, Chemielaboranten, Elektroniker für Automatisierungstechnik, Industriemechaniker und Fachkraft für Lagerlogistik“, so Usdau. Die Ausbildungsplätze für 2020 sind seit Montag ausgeschrieben. Noch bis zum 30.September können sich Schüler über die Internetseite des Unternehmens für einen Ausbildungsplatz im kommenden Jahr bewerben. Ein guter Realschulabschluss ist eine der Grundvoraussetzungen für eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. Bei dem Berufsfeld Fachkraft für Lagerlogistik ist ein guter Hauptschulabschluss ausreichend. Die Übernahmequote nach bestandener Ausbildung ist äußerst hoch.

„Für all unsere Berufe ist natürlich auch ein mathematisches Verständnis sehr wichtig“, betonte Annika Mehlert. Die meisten Schüler stehen nach Erfahrung der Ausbildungsleiterin mit Mathe auf dem Kriegsfuß. „Viele Schüler verlassen sich darauf, Daten jederzeit von ihrem Smartphone abrufen zu können. Da es bei uns jedoch ein Handy-Verbot gibt, müssen die Schüler diverse Maße schon im Kopf haben und auch Dinge ohne Taschenrechner abschätzen können“, so Mehlert. Doch schulische Qualifikationen sind nicht das einzige Auswahlkriterium, so ist unter anderen auch von Interesse, ob sich die Bewerber s ehrenamtlich engagieren.

Aufgrund der Schnellbusverbindung Brunsbüttel-Itzehoe hat die Ausbildung im Brunsbütteler Chemiewerk auch für Schüler aus der Steinburger Kreisstadt an Attraktivität gewonnen. „In der Regel sind die Auszubildenden, wenn überhaupt jedoch lediglich im ersten Lehrjahr auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Die meisten haben dann ja schon ihren Führerschein oder beteiligen sich an Fahrgemeinschaften“, erklärt Sascha Usdau. „Die Erreichbarkeit des Ausbildungsplatzes war bislang nie ein ernsthaftes Problem.“

„Mein Traumberuf wäre Chemikant“, sagte Niklas Kruse (15) der in Begleitung von zwei Freunden die Ausbildungsmesse besuchte. Einige Praktika habe er bereits in diesem Bereich absolviert, die ihn in dem Vorhaben gestärkt hätten, sich auch bei Sasol um einen Ausbildungsplatz zu bewerben.

Gänzlich sicher, welche Berufsausbildung er nach seinem Schulabschluss absolvieren werde, war sich Mattes Kühl (16) hingegen nicht. Den Tag der Ausbildung wollte er daher nutzen, um sich über alle fünf Ausbildungsberufe zu erkundigen, die Sasol anbietet.

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