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Neues Rathaus muss saniert werden

Wilster – Im November des vergangenen Jahres stellte Architektin Christine Scheer dem Bauausschuss das Ergebnis der Gebäudeuntersuchung des Neuen Rathauses vor. Neben rissen und Abplatzungen an der Außenfassade im rückwärtigen Bereich des Gebäudes, wurde ein beträchtlicher Wasserschaden im Neuen Rathaus festgestellt. Fäulnis im Bereich der tragenden Balkenlage, Verformungen von Deckenbalken und Stuckprofilen sowie Schäden an der Stuckdecke waren Folgen eingedrungener Feuchtigkeit. Die Kosten für die Sanierung bezifferte die Architektin mit 130 310 Euro. Gelder, die im Haushalt 2014 im Bereich der Gebäudeunterhaltung bereitgestellt wurden. Zusätzlich wurde im Dezember ein Fördergeldantrag beim Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein in Kiel eingereicht. Ein Zuwendungsbescheid aus der Landeshauptstadt liegt zurzeit noch nicht vor, teilte Roman Stöckmann, Leiter des Technisches Bauamt des Amtes Wilstermarsch am Montagabend den Ausschussmitgliedern des Bauausschusses mit. Um die Sanierungsmaßnahmen vor Herbstbeginn abschließen zu können und darüber hinaus durch einen frühzeitigen Baubeginn Kosteneinsparungen zu erzielen wurde neben den Fördergeldern ein Antrag auf vorzeitigen Baubeginn beim Landesamt gestellt. Diesem wurde bereits eine Zusage erteilt. Einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, den Bürgermeister zu ermächtigen, nach einer durchgeführten Preisanfrage, die Aufträge an die wirtschaftlichsten Bieter zu erteilen. Eine Entscheidung, die jedoch dem Zeitdruck geschuldet ist. „Mich wurmt es mal wieder, das wir erneut den Bürgermeister ermächtigen müssen“, betonte der Ausschussvorsitzende Sven Horstmann. Es gibt allgemeine Institutionen, die einfach zu lange brauchen, um etwas zu entscheiden. Das zwingt die Stadt zu Eilentscheidungen, die zwangsläufig zur Einhaltung von Fristen vom Bürgermeister getroffen werden müssen und nicht von der Ratsversammlung gefällt werden können, monierte Horstmann.

 

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